Bei vielen Menschen gibt es eine Verzerrung in der Wahrnehmung, wenn es um die Beurteilung geht, was einen „Herzmenschen“ ausmacht. Oft werden damit Attribute wie
- „im Gefühl sein“,
- „emotional sein“,
- „die eigenen Gefühle sehr stark spüren und zum Ausdruck bringen können“ oder sogar
- „sich sehr stark in Dramen einwickeln“ in Verbindung gebracht.
Manchmal ist es anders wie es scheint
Es kann jedoch sein, dass jemand emotional intensiv in alle möglichen Themen eintauchen kann, aber dennoch nicht im Herzen ist. Jemand der hingegen klar ist und seine Gefühlswelt nicht so nach außen trägt, mag vielleicht gefühllos erscheinen, kann jedoch sehr wohl in der Herzqualität verankert sein. Die Herzqualität ist also nicht automatisch damit gleichzusetzen, dass jemand sehr gefühlsbetont erscheint.
Was bedeutet Herzqualität tatsächlich?
Es ist eine ganz besondere Kraft, die wir nutzen können, wenn wir über das Herzfeld tatsächlich authentische Gefühle wahrnehmen können und sie auch wieder loslassen können. Die unpersönliche Liebesqualität bedeutet, dass wir nicht anhaften an Gefühlszuständen und Liebe „egolos“ wahrnehmen können.
Auch die mentale Klarheit und die Erdverbundenheit spielen hierbei eine große Rolle. Die Mentalkraft befähigt uns, Gedankenimpulse zu reflektieren, auf Reinheit zu überprüfen und über Worte zum Ausdruck zu bringen.
Die Verbindung mit der Erdqualitiät und den unteren Energie-Zentren im Körper stärkt unsere intuitive Kraft und hilft uns, mehr wahrnehmen zu können. Das Wahrnehmen von Feinheiten, vom Kleinen, vom Zarten hilft uns, authentische Bedürfnisse in uns und in anderen wahrzunehmen. Dies stärkt Verbindung und gleichzeitig gesunde Grenzen. Menschen, die in der Klarheit sind, können manchmal auf Menschen, die noch sehr im Ego-Nebel verfangen sind überdimensional stark oder kühl wirken.
Die Verbindung von Gefühlskraft und Mentalkraft ist vielen Menschen abhanden gekommen
Menschen, die sehr stark von ihren Emotionen gelenkt werden und dabei nicht mental klar und gut erdverbunden sind neigen dazu, sensibel und mitleidig mit sich und anderen zu sein und in Drama-Welten einzusteigen. Oft sind sie die perfekten Komplementär-Narzissten, für Menschen, die überhaupt nicht fühlen wollen. Sie sind passiv gesteuert durch Emotionen, die immer wieder Drama-Kreise verursachen. In der Gefühlsklarheit zu sein bedeutet, das Förderliche vom nicht so Förderlichen trennen zu können und wahrnehmen zu können:
Was ist ein Gefühl, das in Dir entstanden ist und was von Dir gefühlt werden sollte? Und was sind im Unterschied dazu Gefühlsenergien von Anderen, die als Projektionsfläche Dein Feld durchwandern?
Erste Schritte zur Stärkung der Herzqualitäten
- Weglassen, was Dich vernebelt
- Anwesend sein in Dir selbst, in der Stille
- Wieder Freude, Mitfreude, Ruhe in Dir wahrnehmen können
- Wahrnehmen üben und reflektieren
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