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Wir alle sind irgendwie aktiv in der Zeit zwischen dem Aufstehen und Schlafengehen. Doch hast Du Dir schon einmal bewusst gemacht, wodurch dieses Handeln vor allem in der jetzigen Zeit eigentlich motiviert ist und was das Merkmal dieses Handelns ist?

Begrenzt es Dich, hetzt es Dich, strengt es Dich an, stresst es Dich, erfreut es Dich oder macht es Dich frei?

Der Mensch ist ein schöpferisches Wesen. Es ist ein Zeichen menschlicher Vitalität, sich schöpferisch ausdrücken zu können und für ein gesundes „Menschsein“ notwendig.
Wenn Du schöpferisch handelst, bist Du verbunden mit dem Großen und Ganzen und spürst, dass Du aus dieser Quelle Dein Schöpferpotenzial beziehst.

Du bist erfüllt und Dir steht gute Energie und Kraft zur Verfügung, mit der Du enorme Verwandlungen erzeugen kannst. Schöpferisches Handeln zerstört nicht , trennt nicht oder benutzt, sondern schenkt, verbindet und fördert.

Wird unser schöpferischer Keim erstickt, kann unsere Seele nicht mehr atmen und wir verkümmern nach und nach.

Es gibt zwei Merkmale, an denen Du Handeln erkennen kannst, das schöpferisch ist:

Das erste Merkmal und die Basis schöpferischen Handelns ist Bereitwilligkeit. Bereitwilligkeit bedeutet innere Übereinstimmung- also das zu wollen, was anliegt. Du bist im Frieden mit dem, was Du tust (bereit)und lehnst es nicht ab (willig).

Bereitwilligkeit ist das Gegenteil von Widerstand, öffnet Dich innerlich und ist ein Teil von Liebe. Bereitwilligkeit kann niemals aus Angst geboren werden.

Sie bedeutet, Aufgaben gerne anzunehmen und sich darauf einzulassen – auch, wenn sie neu, unbequem oder schmerzhaft sind.

Bereitwilligkeit, bedeutet nicht, zu allem unreflektiert oder reaktiv JA zu sagen.

Es geht um eine Grundeinstellung: Ja zum Anderen, Ja zum Leben, Bereitwilligkeit, sich auf etwas einzulassen, Bereitwilligkeit, das Leben in sich wirken zu lassen, Bereitwilligkeit, an sich selbst zu arbeiten, Bereitwilligkeit, den Kreislauf des Lebens anzuerkennen, Bereitwilligkeit, seine Aufgaben im Leben anzugehen und sich dem Alltag zu stellen. Das ist eine schöpferische Fähigkeit.

Das zweite Merkmal schöpferischen Handelns ist Freude. Hier geht es nicht um Freude „über“, „wegen“ oder „auf“ etwas, sondern um Freude, die Deinem Innern entspringt und in Dein Handeln einfließt. Dieses Gefühl der Freude entsteht durch die bewusste Verbindung zwischen Dir und dem Leben, die nur im „JETZT“ stattfinden zu erfahren ist.

Wenn Du Dich ganz und mit voller Aufmerksamkeit mit dem verbinden kannst, was Du „JETZT“ gerade tust, entsteht dieses Gefühl von ganz allein und bringt nebenbei noch ein Gefühl von Leichtigkeit, Dynamik und Kreativität mit sich.

Du und Dein Tun werden eins und plötzlich ist da dieses positive, zeitlose Wohlgefühl, was Dir keine Energie entzieht, sondern sogar zuführt. Diese Freude ist vergleichbar mit einer inneren Quelle, die nie versiegt und immer in Dir verfügbar ist. Voraussetzung ist, dass Du präsent, wach und konzentriert bist und keine Gedankenenergie von der Gegenwart wegfließt oder die Gegenwart ablehnt.

Ein Angst-und Panikmodus bringt Dich vollkomen aus der Gegenwärtigkeit heraus.

Die schöpferische Freude des „JETZT“ ist ansteckend und aktiviert andere Menschen positiv. Sie ist nicht abhängig von irgendeinem Auslöser, der auftritt und die Freude mitnimmt, wenn er wieder verschwindet. Wer diese bedingungslose Form der Freude in sein Handeln einfließen lässt, schenkt der Welt etwas von seiner eigenen Fülle und richtet sich nicht danach aus, möglichst viel zu bekommen. Das ist ein zentrales Element schöpferischen Handelns: „Du wirst das erhalten, was Du gibst oder aussendest und nicht das, was Du willst.“

Wie kannst Du diese beiden Aspekte des Handelns auf Dein Leben übertragen?

Zunächst einmal kannst Du Deine Aktivitäten mit diesen Fragen beleuchten:

  1. Bin ich freiwillig und bereitwillig ganz bei dem, was ich tue?
  2. Kann ich Freude in diese Aktivität einfließen lassen?
  3. Fühle ich mich mit dem Handeln verbunden und spüre Lebendigkeit?

Wenn Du weder Bereitwilligkeit, noch Freude empfinden kannst, dann solltest Du diese Aktivität lassen oder intensiv an Deiner inneren Haltung arbeiten, um ein neues Bewusstsein zu schaffen. Andernfalls wirst Du wenig Aussicht darauf haben, Erfüllung in dem zu erfahren, was Du tust.

Wie kannst Du Deine innere Haltung verändern?

Beginne mit Alltagsaktivitäten (z.B. Spülmaschine ausräumen, einkaufen, bügeln, kochen, Belege oder Post sortieren, jemandem etwas erklären.)

Versuche zu spüren, wenn Du Dich mit den Gedanken aus dem „JETZT“ wegbewegst und Widerstand, Ablehnung oder andere Gefühle entwickelst, die nicht schöpferisch sind. Versuche, immer wieder in den gegenwärtigen Moment zurückzukehren und Bereitwilligkeit zu entwickeln. Trainiere das innere JA!

Wenn es Dir in kleinen Themen des Alltags gelingt, kannst Du Dir andere Lebensbereiche vernehmen oder Aktivitäten mit Personen, wo es oft zu Spannung oder unangenehmen Gefühlen kommt.

Wenn jemand Dir etwas abverlangt, was Deinen Schöpfergeist dauerhaft erstickt, solltest Du das nicht zulassen, denn Deine Seele wird Schaden nehmen.

Bekenne Dich jederzeit zu dem, was Du fühlst, wenn Du tief in Dich hineinblickst und befreie Deinen Schöpfergeist. Wenn Bereitwilligkeit und Freude Dein Handeln kennzeichnen, wirst Du einen positiven Kreislauf in Gang setzen.