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Bist Du im Dunkeln oder „siehst und fühlst Du wahrhaftig“?

Anlässlich zum Osterwochenende möchte ich meine Gedanken zum Thema „Lebendigkeit“ mit Euch teilen.

Mit der Überwindung des Todes können wir symbolisch den Tod der „Egoherrschaft“ gleichsetzen. In drei Tagen fügt sich alles zusammen: Machtmissbrauch, Hass, Leid, Ohnmacht, Ende, Tod, Loslassen, Anfang, Licht und Leben.

Letztendlich ist alles EINS.

Das Gegenteil von Leben ist der Tod- denken wir. Was der Tod ist, glauben wir zu wissen, aus Erzählungen, Forschung oder, weil wir den Tod anderer erlebt haben. Für viele von uns fühlt er sich in der Vorstellung angstbesetzt, kalt, traurig und dunkel an. Er hat etwas mit „verschwinden“ und zumindest körperlich etwas mit „auflösen“ und Ende zu tun.

Der Tod ist das Schlimmste, was unserem Ego passieren kann. Unser Ego strebt danach, unsterblich zu sein, perfekt, unfehlbar, kontrollierend und wichtig. Es muss sich ausdehnen und spüren.

Das, was momentan auf dieser Erde vor sich geht, gleicht einem österlichen Transformationsprozess.

Die globale Situation fordert uns nach und nach eine Entscheidung ab.
Wenn wir wirklich hinsehen, erleben wir in vielerlei Hinsicht entweder den „Hype“ oder den „Tod“ unseres Egos.

Wir treffen die Wahl zwischen Verstandesdiktatur (und damit einhergehend den Verlust der Seelen/Herzenergie) oder der Erkenntnis dessen, wer wir wirklich sind.

Wir können unsere Lebendigkeit und Menschlichkeit opfern, um vermeintlich am Leben zu bleiben oder wir spüren, dass wir Leben SIND.

Wenn wir nicht erkannt haben, wer wir wirklich sind, fühlen sich Tod oder Vergänglichkeit in jeder Gestalt bedrohlich und schmerzhaft an. Wir fürchten Einsamkeit, Verlust, Ausgrenzung und alles, was wir nicht kontrollieren können.

Flüchten wir vor dem Tod oder flüchten wir vor dem Leben?

Wir werden immer wieder mit Programmen in Kontakt gebracht, die das LEBEN angeblich ausmachen sollen: Konformität, Konsum, Leistung, volle Termine, wirtschaftlicher Erfolg, Besitz, äußere Schönheit, Gier, Jugend, Geschwindigkeit, Digitalität, Globalisierung, künstliche Intelligenz, festgelegte Systeme von Gesundheit und Krankheit …

So geht das richtige Leben – meinen wir zu wissen.. Ach, ist das so?

Vielleicht wissen wir auch garnicht so viel unter der Illusion, wir wären belehrt worden. Begegnen wir uns oder flüchten wir vor der wahren Lebendigkeit in das, was wir „Leben“ nennen?

Ist es der Bass der Musik, der Dich Lebendigkeit fühlen lässt oder Dein Herzschlag? Wann hast Du zum letzten Mal Deinen Herzschlag oder Deine Atmung wirklich gefühlt? Wann hast Du dieses bei einem geliebten Menschen oder vielleicht auch Tier gespürt?

In der Bibel spricht man von Auferstehung: Plötzlich ist der große Stein weg! Plötzlich ist dort Licht!

Es gibt ihn, den Weg zur persönlichen „Auferstehung“ und Lebendigkeit! Alles ist da. Wir finden ihn JETZT und HIER in uns selbst. Es bedeutet oft, einen Weg durch Leid und den aktuellen Schmerz hindurch zu gehen und darin das Licht zu finden.

Für mich ist der Tod nicht das Gegenteil von Leben! Leben IST einfach. Es hat kein Gegenteil und Du kannst es nicht verlieren, weil es nicht zu besitzen ist.

Du BIST Leben und Du kannst es nur JETZT (er)leben. Geburt, Leben und Tod bilden nicht Anfang, Mitte und Ende.

Wenn wir den großen, lebendigen Raum spüren und öffnen, wird das zu unserer persönlichen Auferstehung und wir sehen plötzlich klar.

Du erkennst, dass Du selbst die Quelle des Lichts und der Schöpfung bist.

Diese Form der Lebendigkeit eröffnet Dir eine andere Form der Nähe zu Dir selbst und zu Deinen Mitmenschen. Du schaust nicht weg, sondern mit dem Herzen hin und öffnest Dich für das Leben.

Es entsteht eine andere Form von Liebe und Nähe, wenn wir nicht auf Sicherheitsabstand bleiben und uns selbst verwundbar machen und uns sensibilisieren für die Wunden und die Verwundbarkeit der Menschen um uns herum.

Wer lebendig ist, öffnet sein Herz für Wunder. Er ist bereit dafür, dass das Leben selbst nach vielen schmerzhaften Erfahrungen oder Verlusten doch noch Überraschung, Heilung und Versöhnung für ihn bereithält. Der Lebendige steht vielleicht gerade da: gekränkt, verlassen, beschwert, verzweifelt, verraten oder einsam… ohne Antwort auf seine Fragen. Er blickt lange in die Dunkelheit und dann ist dort plötzlich Licht, dann sind dort Antworten und ein Weg zeichnet sich ab oder es gibt einen Anker.

Unsere persönliche Auferstehung feiern wir immer dann, wenn wir spüren, dass das Leben völlig unerwartet Licht spendet: Ein Moment der Verschmelzung, eine Hilfe, eine Tür, die sich öffnet, eine unvorhersehbare Lösung, eine Geburt, ein Gefühl von Geborgenheit, ein Neuanfang, eine neue Liebe, eine Entschuldigung, eine überwundene Hürde, ein gelöster Konflikt, ein neuer Sinn oder eine Antwort.

Lass Dich also von Ostern inspirieren in seinem grundsätzlichen Sinn. Das ist mehr als Ostereier färben und suchen oder mit der Familie spazieren gehen. Wenn Du Ostern als Tor zur Lebendigkeit nutzt, dann wird das Deine Auferstehung ohne Ende auch inmitten von Schmerz und Chaos.

„Wer die Osterbotschaft gehört hat, der kann nicht mehr mit tragischem Gesicht herumlaufen und die humorlose Existenz eines Menschen führen, der keine Hoffnung hat. Friedrich von Schiller.“

Herzliche Grüße
Eure Expertin für mentale Stärke