Es gibt immer neue Wege - man muss nur mutig genug sein sie zu gehen!

Hast Du den Mut neue Wege zu gehen?

von Brigitta C. Kemner
Veröffentlicht am 20 August 2015

„Auf dem Weg des geringsten Widerstandes ist nur der Anfang asphaltiert“

Es ist soweit, Du bist in Deinem Leben an eine Stelle gelangt, an der Du Dich entscheiden musst. Lässt Du Dich von Deinen Ängsten leiten? Lässt Du alles beim Alten? Gehst Du den Weg, den andere Menschen Dir empfehlen? Willst Du Deinem gut durchdachten logischen oder rationalen Plan folgen? Bist Du mutig und vertraust auf Dein Gefühl? Traust Du Dich, etwas NEUES auszuprobieren und neue Erfahrungen zu sammeln? Entscheidest Du Dich für das, was Du WIRKLICH willst oder
für das, was momentan angenehm ist? Nimmst Du den unsicheren Weg oder den vermeintlich sicheren?

Wie oft hast du versucht, in Deinem Leben den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen? Und Du hast dann festgestellt, dass es Dich letztlich nicht mit Freude erfüllte und schon gar nicht langfristig Deinem Ziel näher gebracht hat. Viele Menschen gehen den Weg des geringsten Widerstandes und meinen, es sei der richtige Weg, weil er so schön asphaltiert ist und es so einfach ist, darauf zu gehen. Der Weg des geringsten Widerstandes bedarf der geringsten Energie, darum gefällt er so vielen Menschen.

Der Weg, der nach oben führt, ist schmaler, versteckter, manchmal steinig, mit Hindernissen begleitet und bedarf mehr Energieeinsatz – nur wenige gehen ihn. Manchmal ist es dort nebelig und herausfordernd. Er fällt einem erst unter die Füße, wenn man losgeht. Er zeigt sich nicht gerne offen und berechenbar in seiner ganzen Länge. Manchmal ist er auch langsamer oder undurchsichtig. Aber er führt zur Spitze, ist aufregend, begeisternd und voller neuer Entwicklungschancen, Ausblicke, Einsichten, intensiven Erlebnissen, bewegenden Gefühlen und Möglichkeiten. Dein Kopf sagt vielleicht: „Es ist zu riskant“,
Es geht nicht“, „Ich könnte alles verlieren“ oder „Das ist unlogisch und dumm“.

Das bedeutet nicht, wir sollten Widerstand erzeugen. Es bedeutet eher, dass wir mit dem Herausforderungen leben sollten, anstatt gegen sie zu kämpfen. Wir nehmen die verborgenen Geschenke an und schauen genau hin, als mit dem jetzigen Zustand zu hadern. Wir sollten uns nicht in unserem Leben davon leiten lassen, wenn etwas die geringste Überwindung fordert. Diese Wege werden zu oft begangen, weil sie so verlockend scheinen – aber wie gesagt: Nur am Anfang asphaltiert, dann immer steiniger und schwieriger.

Endlose Schleifen drohen, weil Du immer wieder Deine Lektion nicht gelernt hast. Es ist wie Katzengold: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Wenn Du von einer asphaltierten Straße geblendet worden bist, aber dann im sogar durchaus „bequemen“ Abseits Deines Lebens gelandet bist, ist es vielleicht Zeit zum Umkehren. Frage Dich:

Ist der, den ich lieben will auch der, den ich wirklich liebe?
Ist das, was ich tue auch das, was ich wirklich tun möchte?
Ist das, was mich glücklich machen soll auch das, was mich wirklich glücklich macht?
Ist das, was mein Leben ausmacht auch das, was mir tieferen Sinn und Erfüllung gibt?
Ist das, was ich fühlen möchte wirklich eingetreten oder warte ich immer noch?
War die Wurzel für meine Entscheidung Angst oder Liebe?

Was fängst Du jetzt mit dieser Bilanz an? Ich bin mir sicher, dass Du gute Gründe nennen kannst dafür, dass es momentan nicht anders geht. Die sind alle logisch und nachvollziehbar. Vielleicht solltest Du doch besser alles beim Alten lassen? Die Mut- losigkeit schnurrt gerne wie eine Katze, schmiegt sich an und sagt: „ich mache alles einfacher, weil ich Dich aus der Spannung heraushole“. Man kann einfach aufhören, sich die richtigen Fragen zu stellen. Schon viele haben in einem komfortablen, schnellen Fahrzeug ins Elend gesessen. Weder der Komfort, noch die Geschwindigkeit haben am Ende das Elend, in
dem sie angekommen sind aufgehoben.

Wer zu sich selbst reisen will, sollte sich Fragen stellen und auf die innere Antwort lauschen. Es könnte sein, dass Dich die Wanderer des „leichten Weges“ von Deinem Vorhaben abbringen möchten. Lass dich nicht von negativen oder verlockenden Stimmen aus Deiner Umgebung beeinflussen, die Dich entmutigen wollen, den herausfordernderen Weg zu gehen. Schwimme gegen den Strom der Masse aber wehre Dich nicht gegen den Fluss Deines eigenen Lebens. Treffe Deine Entscheidung selbst. Lass Dich nicht blenden von gut klingenden Theorien. Folge Deiner inneren Stimme und „geh bergauf“! Egal, wie tief Du gesunken bist.

Denke immer daran: Wenn Du etwas anderes haben möchtest als die ANDEREN auf dem bequemen Weg, musst Du auch etwas anderes tun als die ANDEREN. Schau Dir die Menschen an, die etwas erreicht haben, was Dir erstrebenswert erscheint oder etwas mit Deinen Zielen zu tun hat. Führe nicht Buch über Deine Verletzungen. Beginne jeden Tag neu. Lerne daraus, wenn Du verlierst, denn es ist das heimliche gewinnen. Es ist Teil des Lebens, verletzt zu werden. Lenke Dich nicht von den wichtigen Fragen ab. Lerne geduldig die Zeit zu lesen. Begreife, dass Du nichts festhalten kannst und vertraue auf den Wandel. Versuche nicht, normal zu sein, sondern lebe stattdessen ganzherzig. Frage nach Deinem „steinigen Weg“ und lerne davon …

Headerbild © fotogestoeber (Fotolia)
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Brigitta C. Kemner

Eine gute Bedürfnisbalance sowie innere Stabilität und Gesundheit sind die wichtigste Basis für stabile Leistungen in einem anspruchsvollen Berufsalltag. Sie können mich als Katalysator, Förderer, Impulsgeber, Erwecker, Berater, Lehrer, Begleiter und Trainer nutzen. Als Expertin für das Thema Leistungskraft und Leadership liegen meine Schwerpunkte in allen Themen, die unser „Menschsein“ betreffen ...

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