Wie passt der Advent in unsere heutige Zeit?

Advent in der heutigen Zeit

von Brigitta C. Kemner
Veröffentlicht am 24 November 2017

Bald ist es wieder soweit. Der 1. Advent naht, die Adventszeit beginnt. Was verbindest Du mit diesem Wort? Adventlich leben – ist das nicht altmodisch? Was bedeutet das in unserer hektischen Zeit? Bedeutet es: Stress beim Geschenkekauf oder bei der Planung der Feiertage, tolle Fotos schießen und auf Netzwerken teilen, Weihnachtsfeier-Marathon, tagsüber Glühwein trinken, 2kg Gewichtszunahme durch Plätzchen und Schokolade, das Haus oder die Wohnung für die Nachbarn und Besucher schmücken, der Versuch, „Allen“ gerecht zu werden…?

Für mich bedeutet es vor allem: Besinnung auf das, was wirklich wichtig ist. Besinnung auf das, was unser Herz berührt. Innere Einkehr, Innehalten. Zeit zum Nachdenken, Zeit für Gefühle, Zeit für Menschen. Vor zwei Wochen ist meine Tochter geboren.
Bei allem Stress der ersten Zeit wird mir jeden Tag durch sie noch einmal ganz neu bewusst, was zählt. Bereit sein für das, was manchmal so überraschend in unser Leben tritt, was uns berührt und bewegt, was uns trifft und persönlich meint. Freude und Schmerz teilen, sich selbst auch einmal zurücknehmen und mehr zu geben, als zu nehmen.

Adventlich leben heißt für mich: Träumen und hellwach sein für das, was das Leben uns schenken kann in einer Zeit der Ego- Bezogenheit. Adventlich leben kann auch bedeuten, dass wir für Menschen da sind, die Kummer, Krankheit, Not, Enttäuschung oder Angst erleben. Es geht hier weder um Phrasen, noch um Weltfrieden. Manchmal sind es kleine Gesten. Frage Dich, was Advent eigentlich „wirklich“ mit Dir ganz persönlich zu tun hat.

Lässt Du Dich fremd steuern, weil mal wieder Weihnachten ist, oder nutzt Du diese Zeit. Es sind die feinen und kleinen Unter- schiede, die das Besondere ausmachen. Wie willst Du diese Zeit erleben? Wer oder was bestimmt Dich? Welche Geschenke sind es, die den anderen wirklich freuen? Die Antwort darauf kann ganz unterschiedlich aussehen. Gerne gebe ich Dir ein paar Fragen mit an die Hand. Blicke einfach einmal in Dich hinein und frage Dich:

Wer braucht mich?
Was kann ich brauchen?
Welche Freude kann und möchte ich bereiten?
Was tut mir gut, was berührt mich? Wofür möchte ich mir Zeit nehmen?
Was möchte ich wirklich tun? Was tue ich nur, um nicht „NEIN“ sagen zu müssen?
Welche Menschen sind mir nah und wichtig? Wann habe ich ihnen das zum letzten Mal gezeigt?
Welche Menschen habe ich vielleicht verletzt oder vernachlässigt. Was kann ich tun?
Welche Wünsche habe ich, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin?
Was würde ich gerne verändern? Was habe ich begraben?
Wem könnte ich heute ein Licht anzünden?

Ich wünsche Euch einen wunderschönen 1. Advent. Nutzt diese Zeit einmal ganz im Gegensatz zur allgemeinen Hektik für Eure persönlichen Projekte …

Meine heutige Inspiration als PDF zum Ausdrucken
Headerbild © Kzenon (Fotolia)

Brigitta C. Kemner

Eine gute Bedürfnisbalance sowie innere Stabilität und Gesundheit sind die wichtigste Basis für stabile Leistungen in einem anspruchsvollen Berufsalltag. Sie können mich als Katalysator, Förderer, Impulsgeber, Erwecker, Berater, Lehrer, Begleiter und Trainer nutzen. Als Expertin für das Thema Leistungskraft und Leadership liegen meine Schwerpunkte in allen Themen, die unser „Menschsein“ betreffen ...

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