Traditionelle Meditation richtig nutzen und anwenden!

Ist Meditation gut für mich

von Brigitta C. Kemner
Veröffentlicht am 29 Mai 2014

In den letzten Wochen bin ich oft mit Themen wie Gelassenheit, Entspannung oder „Loslassen von negativen Emotionen“ in Berührung gekommen. Bringt Meditation dafür etwas? Ja, es ist die beste Möglichkeit, die ich kenne. Die positiven Wirkungen gehen sogar noch weit über das hinaus. Man könnte Meditation deshalb auch als geheimes Wundermittel bezeichnen. Das Wort Meditation lässt sich aus dem Lateinischen „nachdenken, nachsinnen, überlegen“ ableiten. Durch Achtsamkeit und Konzentration soll sich der Geist beruhigen und sammeln. Es ist wie ein Tiefschlaf, nur sind Körper und Geist dabei hellwach.

„Stille ist immer präsent, auch wenn es ganz laut ist“

In vielen östlichen Kulturen gilt Meditation als zentrale bewusstseinserweiternde und vollkommen natürliche Übung. Angestrebte Bewusstseinszustände sind Stille, Leere, Raum, Energie, Freude, Aufmerksamkeitslenkung, Loslassen, Einssein im Hier und Jetzt, Gedankenfreiheit, beobachten ohne zu bewerten, Klarheit, Gewahrsein, tiefe Entspannung, Vergebung oder bedingungslose Liebe. Es gibt viele Meditationstechniken und Entwicklungsstufen. Neben den traditionellen Meditationstechniken werden viele von fernöstlichen Lehren inspirierte und an westliche Bedürfnisse angepasste Meditationsformen angeboten.

Es gibt rein auf die äußere Form bezogen die passive Meditation (im stillen sitzend) und die aktive Meditation, die körperliche Bewegung (z.B. Putzen, Gartenarbeit, Gehen oder Bogenschießen) und achtsames Handeln mit einschließt. Die Vipassana Meditation (Achtsamkeitsmeditation) ist eine der bekanntesten passiven Meditationsformen aus den alten buddhistischen Kontemplationsschulen. Basis der Übung im aufrechten Sitzen ist die vollkommene Achtsamkeit für Körper, Geist und Emotionen, ohne an ihnen zu haften. Ziel ist innere Befreiung und Heilung durch die Nicht-Anhaftung an das Ego.

Bei der Samatha Meditation (Konzentrationsmeditation) fokussiert sich der Meditierende wiederum auf etwas Konkretes (bspw. Atemfluss, imaginiertes Bild, einen einzigen Gedanken oder Mantra). Dadurch beruhigt sich der Geist. Weitere Meditationsformen oder Möglichkeiten sind die transzendentale Meditation, die Tafeln von Chartres, Zen-Buddhismus, Tantra, Yoga, Kampfkünste, Geh-Meditation, Tanz, Musik und Rezitation. Schon jeweils ein 20 minütiges tägliches meditatives Training genügt, um kognitive Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Lernen, Gedächtnis und Konzentration deutlich zu verbessern und führen zu erkennbaren Veränderungen im Gehirn. Welche positiven Wirkungen sind bei allen Meditationsformen zudem noch zu erkennen?

  • Besserung bei Schlafstörungen
  • Verminderung von Angstgefühlen
  • Lebensfreude und positive Stimmung
  • Regulierung von negativer Emotionen
  • Kreativität und jung halten des Gehirns
  • Senkung von Blutdruck und Cholesterinspiegel
  • Reduzierung der Ausdünnung der Großhirnrinde
  • Körperbeherrschung und Leistungssteigerung im Sport
  • Ausweitung und Integration positiver Gefühlszustände
  • Innerer Frieden sowie Ruhe und Gleichgewicht
  • Minderung von Depression und Stressreduktion
  • Verringerung von chronische Schmerzen
  • Aktivierung der Selbstheilungskräfte
  • Gelassenheit und Selbstbeherrschung
  • Verbesserung des Selbstwertgefühls
  • Reduzierung von Migräneattacken

Es ist eine sehr gute Entscheidung mit Mediation zu beginnen. Egal, in welcher Lebenssituation Du bist, es wird immer ein Gewinn sein. Wenn Du die Meditation erlernen willst, dann wirst Du nach einiger Übung sehr viel über Dich lernen, eine gute Beziehung zu Dir haben, Dich selbst und schwierige Lebenssituationen annehmen können, entspannt und innerlich ruhig sein und Dich auf die Gegenwart konzentrieren können. Dein Leben fühlt sich leichter und spielerischer an. Deine Gedanken und Gefühle werden klar und Du kannst sie annehmen und loslassen. Das Chaos im Kopf beruhigt sich und Du kannst Deine Gedanken gelassen beobachten. Dein Energielevel und Deine Zufriedenheit werden sich ebenfalls steigern.

Meditationsübung für Anfänger

Übe zunächst 5-10 Minuten täglich morgens oder vor dem Zubettgehen: Setze Dich aufrecht (z.B. auf ein Meditationskissen) an einen ruhigen Ort und trage bequeme Kleidung. Schließe Deine Augen, das hilft, Deine Aufmerksamkeit nach Innen zu richten. Richte die Aufmerksamkeit entspannt auf Deine Atmung. Beobachte den Atemfluss. Falls Gedanken aufkommen, lass Sie einfach da sein, schenke ihnen keine Beachtung, lasse sie ziehen und gehe mit Deinem Fokus zurück zum Atem. Es ist natürlich, dass zu Beginn die Gedanken wegdriften. Oft werden wir uns bewusst, wie viel innere Unruhe da ist. Kehre immer wieder zum Atem zurück und Deine Gedanken dürfen kommen und gehen. Du brauchst Dich nicht mit ihnen zu identifizieren. Du wirst bemerken, dass es Dir immer besser gelingt, im Moment zu sein. Es braucht einfach Training.

Wenn Du diese Stufe der Konzentration gut kannst, können weitere Stufen oder Formen der Meditation hinzukommen. Weitere Stufen kannst Du Dir durch einen Coach, Lehrer oder eine Gruppe aneignen oder auch versuchen, sie Dir selbst beizubringen. Ich empfehle, Dich auf jeden Fall mit jemandem zu treffen, der Erfahrung hat und Dir mit Rat und Tat zur Seite steht. Bei Fragen oder Interesse an einem gezielten Mediationstraining darfst Du natürlich auch gerne mich ansprechen. Ich selbst meditiere täglich und kann es nur empfehlen …

Headerbild © Edyta Pawlowska (Fotolia)

Brigitta C. Kemner

Eine gute Bedürfnisbalance sowie innere Stabilität und Gesundheit sind die wichtigste Basis für stabile Leistungen in einem anspruchsvollen Berufsalltag. Sie können mich als Katalysator, Förderer, Impulsgeber, Erwecker, Berater, Lehrer, Begleiter und Trainer nutzen. Als Expertin für das Thema Leistungskraft und Leadership liegen meine Schwerpunkte in allen Themen, die unser „Menschsein“ betreffen ...

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