Mit Happy Food glücklich essen!

Happy Food

von Brigitta C. Kemner
Veröffentlicht am 28 Februar 2015

Gerade, wenn es draußen lange dunkel oder kühl und nass ist, schlägt das vielen Menschen aufs Gemüt. Wir können uns auch jetzt schon dabei helfen, uns besser zu fühlen. Du brauchst also nicht zu warten, bis der Frühling anfängt. Über die Ernährung kannst Du Dein Wohlbefinden gezielt steuern. Schon der griechische Arzt Hippokrates behauptete:

Was wir essen, bestimmt das Gemüt.

Wir können heute nachweisen, dass bestimmte Nahrungsmittel positive Auswirkungen auf unseren Glückshormonspiegel (Serotonin) haben. Wir können also gute Laune fördern und depressive Verstimmungen lindern, indem wir unsere Ernährung darauf abstimmen. Die Glücklichmacher in unserem Essen haben einen Namen: Tryptophan und Serotonin. Dabei handelt es sich um Eiweißbausteine: Aminosäuren. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass depressive Menschen häufig einen niedrigen Serotoninspiegel haben.

Dieser Mangel des Botenstoffes Serotonin wird mit einer traurigen Grundstimmung in Verbindung gebracht. Eine gesteigerte Produktion des Serotonins kann also glücklich stimmen. Doch Serotonin aus der Nahrung dringt nicht ins Gehirn vor, da es die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren kann. Es ist eine Vorstufe, die Aminosäure Tryptophan. Tryptophanreiche Lebensmittel können helfen, den Serotoninspiegel zu erhöhen und so die Laune und das Wohlbefinden zu verbessern.

Wichtig bei Depression: Eine bestimmte Ernährungsweise kann ein Medikament bei Depressionen zwar niemals ersetzen,
jedoch eine Besserung herbeiführen.

Lebensmittel, die den Tryptophan- und Serotoninspiegel erhöhen:

Kichererbsen, Grüne Bohnen und Tomaten
Nüsse wie z.B. Cashewkerne oder Erdnüsse
getrocknete Früchte wie Datteln und Feigen
exotische Früchte wie Ananas und Passionsfrucht
Sojabohnen wie auch Sesam und Sonnenblumenkerne
einige Käsesorten wie Edamer oder Emmentaler
Weizenkeime sowie Steinpilze und Magerquark
Fisch und Schokolade (am besten dunkle)

Es gibt mehrere Studien, die sich damit beschäftigen, ob der Verzehr von Fisch Depressionen lindern kann. Interessant ist: Je mehr Fisch verzehrt wird, desto seltener werden in einem Land Depressionen beobachtet. In Ländern wie Japan oder Taiwan gibt es ca. 60x weniger Depressive als in Deutschland. Forscher vermuten, dass die im Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren dafür verantwortlich sein könnten.

Ähnlich wie einige Antidepressiva können sie in den Gehirnstoffwechsel eingreifen. Ein niedriger Blutspiegel von Omega-3-Fettsäuren führt zu einem Serotoninmangel. Da Fisch auch Vitamin D enthält und dieses Vitamin die Serotoninproduktion im Gehirn fördert, könnte das auch den stimmungsaufhellenden Effekt erklären. Vitamin D reiche Lebensmittel sind u.a. Austern, Fischleber, Fischlebertran, Fettfische (z.B. Hering, Makrele, Lachs, Aal, Sardinen, Thunfisch, Heilbutt, Rotbarsch, Kaviar, weniger in Forelle, Makrele und Dorsch), Muscheln, Austern, Fischöl wie auch Champignons, Milch, Käse und Butter.

Eine mediterrane Ernährung mit Kohlenhydraten und Ballaststoffen aus Gemüse, Obst und Vollkornprodukten, zwei Fischmahlzeiten pro Woche und eine ausgewogene Eiweißzufuhr tragen dazu bei, gelassen, glücklich und gesund zu bleiben. Wichtig ist dabei vor allem die Zufuhr von gesunden und ballaststoffreichen Kohlenhydraten, um Blutzuckerschwankungen zu vermeiden. Vermeide Weißmehlprodukte und Süßigkeiten. Diese haben nämlich nur ein kurzfristiges Stimmungshoch zur Folge und wir bezahlen es kurz darauf mit einem Tief, schlechter Laune oder Müdigkeit.

Ich bin z.B. auf eine spezielle Ernährungsform von Dr. Rüdiger Dahlke gestoßen. Das Geheimnis liegt in einer besonderen fein gemahlenen Rohkost, die reich an den bei uns wenig gebräuchlichen Pflanzen Quinoa und Amaranth und dem Knollengemüse Topinambur ist. Er nennt es Aminas-Rohkost. Näheres dazu findet man im Internet. Es könnte eine Anregung sein. Ich empfehle auch, regelmäßig Rooibostee zu trinken! Er zählt zu den gesündesten Lebensmittel der Welt!

Also dann: Gute Laune kann man essen

Headerbild © Contrastwerkstatt (Fotolia)
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Brigitta C. Kemner

Eine gute Bedürfnisbalance sowie innere Stabilität und Gesundheit sind die wichtigste Basis für stabile Leistungen in einem anspruchsvollen Berufsalltag. Sie können mich als Katalysator, Förderer, Impulsgeber, Erwecker, Berater, Lehrer, Begleiter und Trainer nutzen. Als Expertin für das Thema Leistungskraft und Leadership liegen meine Schwerpunkte in allen Themen, die unser „Menschsein“ betreffen ...

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