Ist Essen was gut tut die richtige Ernährungsform für uns?

Essen wie die Urzeitjäger

von Brigitta C. Kemner
Veröffentlicht am 18 Juni 2015

Bist Du auch auf der Suche nach einer geeigneten Ernährung für Dich, um zum idealen Gewicht, maximalem Wohlbefinden, optimaler Gesundheit und höchster Leistungsfähigkeit zu gelangen? Viele Menschen probieren immer wieder Neues, um endlich etwas zu finden, was dauerhaft umsetzbar ist. Was auch immer Du probieren wirst – mit einer Diät kommst Du nicht ans Ziel. Allein schon der Name „Diät“ spricht für „kurzzeitig“ und „unausgewogen“.

Immer mehr Hinweise weisen darauf hin, dass das Missverhältnis zwischen unserer modernen Diät sowie Lifestyle und unserem unveränderten altsteinzeitlichen Genom eine Hauptursache für das epidemische Übergewicht, Bluthochdruck, Magen-Darm Problemen, Diabetes, Allergien, Arteriosklerose und Herz-Kreislauferkrankungen sind, so Mediziner der renommierten Mayo-Klinik im US-Bundesstaat Minnesota. Ihre Lösung: Unsere Nahrungsaufnahme sollte sich an jener der urzeitlichen Jäger und Sammler orientieren, da sich unsere Gene der heutigen Zeit noch nicht ausreichend angepasst haben.

Viele pflanzenreiche Nährstoffe sollten enthalten sein, wenig Kohlenhydrate, hochwertige Eiweiße, Vitalstoffe und gute Fette. Unsere heutige Ernährung enthält viele stärkereiche Produkte (Weißmehl, Getreide und Zucker) und wir bewegen uns wenig. Genau diese Nährstoffquellen waren damals eine Mangelware. Trotzdem bewegte sich der Steinzeitmensch im Schnitt über 40km pro Tag. Es gab weder Getreideanbau, noch Milchprodukte. Die Paleo- oder Steinzeiternährung beschreibt ein sehr einfaches und seit hunderttausenden von Jahren bewährtes Konzept, dass wir dauerhaft als Orientierung nutzen können.

Im Vordergrund steht die Qualität, nicht die Quantität der Lebensmittel. Es geht dabei nicht darum, das Leben in der Steinzeit zu imitieren, sondern darum, eine naturkonforme Ernährungsform zu wählen, die auf unseren tatsächlichen Bedarf abgestimmt ist. Stark vereinfacht ausgedrückt ist die Steinzeiternährung die „artgerechte“ Ernährung für Menschen: Wasser, Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Salat, Sprossen, Gemüse, etwas Obst, gute Fette und Nüsse. Wir essen genau das, worauf die Evolution den Menschen in hunderttausenden von Jahren vorbereitet hat und sind dadurch schlank, leistungsfähig und gesund.

Trend Paleo Ernährung

Nimm bei der Paleoernährung aber wie überall Abstand vom „Schwarz-Weiß-Denken“. Wir wissen natürlich nicht mit absoluter Genauigkeit, was damals wo gegessen wurde. Außerdem gibt es auch individuelle Unverträglichkeiten. Es ist daher eher als eine grundsätzliche Herangehensweise oder „Roter Faden“ zu verstehen, der Orientierung bietet. Probiere es einfach mal aus und mache eigene Erfahrungen. Beginne mit dem, was Dir leicht fällt und spüre, wie sich diese Ernährungsform nach einem Monat der Umstellungsphase anfühlt. Lasse dann weitere Schritte folgen. Du wirst staunen!

Vorteil dieser Ernährungsform:
• Keine Diät, sondern langfristige Ernährung, da keine einseitige Ernährungsweise
• Stabiler Blutzuckerspiegel für mentale und körperliche Leistungsfähigkeit
• Dauerhafte Gewichtsreduktion und stetiger Körperfettverlust
• Senkung der schlechten Cholesterine und Trygliceride
• Steigerung des Wohlbefindens und der Energie
• Rückgang von Magenproblemen oder Sodbrennen
• Vorbeugung vor Zivilisationskrankheiten
• Hebung des guten Cholesterins
• Verbesserung des Hautbildes
• Verbesserte Schlafqualität
• Hoher Sättigungsgrad

Die zentralen Punkte:
1. Viel Wasser: Mind. 2,5 Liter Wasser pro Tag trinken.
2. Viel Gemüse: Gemüse und Salat aus biologischem Anbau der Saison bevorzugen.
3. Viel Bewegung: Mind. 2x pro Woche 30 min Sport (vor allem Ausdauersport wie Walking oder Jogging) und 3km Bewegung/Tag im Schnitt pro Woche.
4. Keine Milchprodukte: Milchprodukte einschränken und anstatt dessen auf fettarmes Fleisch, Fisch und Pflanzeneiweiß (am besten bio) umsteigen. Eiweiß in Verbindung mit Gemüse oder Salat essen, damit der Körper nicht übersäuert.
5. Gute Fette (Fisch, Olivenöl, Nüsse, Avocado) bevorzugen, schlechte Fette (fettes Fleisch oder Wurst, fette Milchprodukte, Fett in Gebäck) einschränken.
6. Kein Zucker: Verzichte möglichst auf Zucker. Besonders in Getränken ist oft viel Zucker enthalten, darunter Shakes, Fruchtsäfte, Eistee, Erfrischungsgetränke, Softdrinks und gesüßter Tee und Kaffee. Keine Getreideprodukte, insbesondere weißes Mehl, aber auch Mais, Süßspeisen, Cornflakes und Reis. Diese Produkte enthalten viele Kohlenhydrate und nur wenige Vitalstoffe und sind Ursache für viele Krankheiten und Übergewicht.
7. Saisongerecht: Obst und Gemüse der Saison bevorzugen. Obstverzehr im Auge behalten (viel Fruchtzucker). Bevorzuge Beeren.
8. Keine Fertiggerichte, Fast Food, fette Süßigkeiten, Soßen, Gebäck oder Tütensuppen. Diese enthalten oft viel versteckten Zucker, künstliche Zusatzstoffe und ungesunde Fettsäuren oder schädliche gehärtete Fette.
9. Mäßigung: Vermeide zu üppige Mahlzeiten. Nach dem Essen sollte ein warmes, wohltuendes, gesättigtes und angenehmes Gefühl zurückbleiben.
10. Pausen: Gönne Dir Pausen, in denen keine Kalorien in Deinem Magen kommen. 3 Mahlzeiten pro Tag reichen völlig aus.

Bilder © JackF & Antimartina (Fotolia)
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Brigitta C. Kemner

Eine gute Bedürfnisbalance sowie innere Stabilität und Gesundheit sind die wichtigste Basis für stabile Leistungen in einem anspruchsvollen Berufsalltag. Sie können mich als Katalysator, Förderer, Impulsgeber, Erwecker, Berater, Lehrer, Begleiter und Trainer nutzen. Als Expertin für das Thema Leistungskraft und Leadership liegen meine Schwerpunkte in allen Themen, die unser „Menschsein“ betreffen ...

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