Wir alle investieren und mobilisieren täglich Energie!

Energize your life

von Brigitta C. Kemner
Veröffentlicht am 1 Februar 2019

Für ein aktives und erfülltes Leben brauchen wir Energie und gleichzeitig gewinnen wir Energie. Es ist also ein positiver Kreislauf.
Auch für ein passives und unerfülltes Leben brauchen wir Energie – was wir oft übersehen. Doch leider gewinnen wir dadurch keine Energie: eine Sackgasse.

Viele Menschen glauben, nicht genug Energie zu haben, um ihr Leben zu verändern. Sie geben an, zu viel zu tun zu haben und vollkommen ausgelastet und gestresst zu sein und fühlen sich selbst schwach. Neidvoll schauen sie dann oft zu den Menschen auf, die die nötige Energie zu haben scheinen, um ihr Leben aktiv zu gestalten. Es klingt fast so, als könnten wir nichts dazu beitragen, um unser Energiekonto zu beeinflussen. Energie ist nichts, was wir haben oder nicht haben, wir produzieren und verlieren sie täglich selbst. Ebenso wird unsere Energie durch die Energie von Anderen beeinflusst.

Der Mensch ist ein Energiebündel!

Wir verfügen in der Regel über unglaublich viel Energie. Wie viel Power in uns steckt, zeigt sich immer dann, wenn ein Mensch etwas findet, was ihn anspornt oder für das es sich aus seiner Sicht zu kämpfen lohnt – beispielsweise um den besten Platz im Bus oder im Konzert, um sein Recht, die neue Eroberung, den Lebenspartner in einer Krise, das Hab und Gut bei einer Natur- katastrophe, den Job oder was auch immer. Wenn wir etwas erreichen wollen, können wir ungeahnte Kräfte mobilisieren.

Wir alle investieren und mobilisieren täglich Energie. Die Frage ist, wofür wir unsere Energie einsetzen!

Gerade die Menschen, die von sich selbst denken, nicht genug Energie zu haben, verfügen teilweise über enorme Kraft- reserven. Sie merken nicht, wie viel Energie sie täglich freisetzen. Diese verwenden sie aber oft dazu, sich selbst negativ zu programmieren, sich zu ärgern, Groll zu heben, sich Sorgen zu machen, sich abzuwerten oder in Widerstand zu treten. Sie sind voller Energie, wenn es darum geht, Schlechtes zu sehen, etwas Negatives an sich selbst zu finden oder auch, sich gegen etwas Neues zu wehren, das ihnen möglicherweise sogar guttun könnte.

Wofür verwendest Du Deine Energie? Es ist sehr wichtig, sich einmal klarzumachen, wofür wir eigentlich unsere Energien verwenden. Dazu kannst Du beobachten, was Du tagsüber so tust und denkst.

Auch Gedanken sind Energie! Worüber denkst Du häufig nach und wie? Viele Menschen investieren ihre Gedankenenergie immer wieder in die Vergangenheit oder in die Zukunft und vergessen dabei das, was real ist: die Gegenwart!

Wem schenkst Du Deine Aufmerksamkeit? Worin investierst Du viel Zeit?

Es gibt viele Energieräuber in unserem Leben. Kraftfresser können zum Beispiel Personen sein, mit denen Du Dich immer wieder über die gleichen Dinge streitest, Menschen, die Dich nicht wahrnehmen wollen/können, wie Du bist und sein möchtest oder die Dich respektlos behandeln. Es sind ebenso Lebensumstände, die uns nicht guttun, in denen wir aber trotzdem verharren. Oder es sind Menschen, die immer wieder alle Sorgen bei Dir abladen, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, wie Du Dich fühlst. Kraft- fresser können aber vor allem auch wir selbst sein, in dem wir uns selbst schaden. Beispielsweise durch:

  • Harmoniesucht
  • Angst vor Fehlern
  • Ständige Ungeduld
  • Unentwegtes Grübeln
  • Multi tasking Zwang
  • Negatives Selbstbild
  • Übertriebener Perfektionismus
  • Ungesunde Kompensation von Stress

Es lohnt sich einmal zu überlegen, wofür wir unsere Kräfte einsetzen und wo wir neue Energien sammeln können.

Probiere einmal etwas aus:

1. Schreibe alle Aspekte in Deinem Leben auf, für die Du Energie brauchst (die Dir Energie rauben), auch die Bereiche, die Du magst, aber die dennoch Kraft kosten (Beruf, Menschen, Tätigkeiten, Lebensführung, Zwänge, Gedanken, Verpflichtungen, Haushalt).

2. Schreibe dann auf, woraus Du überall Kraft ziehst. Worüber freust Du Dich? Was/wer gibt Dir Energie? Das kann ein erfüllendes Hobby sein, die Liebe zum Lebenspartner usw. Du kannst hier möglicherweise auch einige der Bereiche aufschreiben, die Dich zunächst Kraft kosten, Dir aber trotzdem Energie bringen.

3. Schaue nun, ob dort ein ungefähres Gleichgewicht in Deinem Leben herrscht. Was solltest Du loslassen?
Was schadet Dir? Du hast es in der Hand und kannst Deine Energie lenken.

Was siehst, hörst, fühlst und denkst Du jeden Tag? Worauf richtest Du Deine Aufmerksamkeit? Du kannst es jede Sekunde wählen. Mit dem Denken ist das ähnlich. Es gibt förderliche und wenig förderliche Gedanken! Es gibt Gedanken, die Dir Energie schenken und welche, die Deine Energie töten beziehungsweise negative Energie produzieren.

Und dann gibt es die Kunst des „Nicht-Denkens“! Diese Kunst schenkt Dir besonders viel Energie, auch, wenn Du es nicht glaubst. Da wir aber immer wieder innerlich und äußerlich unter „Beschallung“ stehen, können wir uns kaum vorstellen, dass es diesen Zustand der „kraftvollen Stille“ überhaupt geben kann.

Schon ein Training von einer Minute Gedankenruhe täglich setzt sehr viel Energie frei. Achte dazu einfach auf Deine Atmung und lasse die Gedanken vorbeiziehen. Es braucht dazu Übung, doch diese Übung birgt einen wahren Schatz an Energie.

Übrigens: Zu viele Informationen kosten ebenfalls eine Menge Energie. Viele von uns empfinden es regelrecht als eine Verpflichtung, über alle Geschehnisse, Katastrophen und Verbrechen auf der ganzen Welt informiert zu sein. Achte doch einmal darauf, wie viele positive und wie viele negative Nachrichten Du in der Tagesschau siehst. Was bringt Dir das, wenn Du nicht aktiv wirst und etwas tust? Wie viele Informationen nimmst Du sonst noch auf über Dein Handy, das Fernsehen, Netzwerke oder den PC? Bringt es Dir wirklich etwas oder kostet diese Beschallung Energie?

Es gibt eine Menge, was Du tun kannst, um Energie zu gewinnen…

Meine heutige Inspiration als PDF zum Ausdrucken
Bild © Antonioguillem / Adobe Stock #245910191

Brigitta C. Kemner

Eine gute Bedürfnisbalance sowie innere Stabilität und Gesundheit sind die wichtigste Basis für stabile Leistungen in einem anspruchsvollen Berufsalltag. Sie können mich als Katalysator, Förderer, Impulsgeber, Erwecker, Berater, Lehrer, Begleiter und Trainer nutzen. Als Expertin für das Thema Leistungskraft und Leadership liegen meine Schwerpunkte in allen Themen, die unser „Menschsein“ betreffen ...

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