Gleichmut lernen und eine neue erstrebenswerte Eigenschaft entwickeln!

Wie kann ich Gleichmut lernen?

von Brigitta C. Kemner
Veröffentlicht am 25 Juli 2019

Nachdem Du in meinem letzten Motivationsletter (Gleichmut ist nicht Gleichgültigkeit) erfahren hast, was Gleichmut ist, möchte ich Dir heute ein paar Anregungen und Inspirationen geben, wie Du Gleichmut entwickeln bzw. lernen kannst.

Grundsätzlich brauchst Du eine starke und ehrliche Absicht:

Ich möchte Gleichmut lernen!

Dir sollte bewusst sein, warum diese Geisteshaltung für Dich so wichtig ist, denn Dein Ego wird mit dem Training von Gleichmut zunächst seine Probleme haben. Jeder trägt Gleichmut in sich und kann lernen, den Mechanismen des EGO`s weniger Macht zu geben. Akzeptiere, dass Veränderung ein Prozess ist. Gib der Veränderung Raum und finde Spaß am Training, anstatt Dich durch Erwartungen unter Druck zu setzen. Wenn ich Dir eines versprechen kann: „Es lohnt sich, gleichmütig zu werden!

Folgende Übungsfelder könntest Du für Dich entdecken:

Toleranz

• Die Mitmenschen und deren Sichtweise so annehmen, wie sie sind, ohne darüber zu urteilen. Jeder Mensch hat das Recht,
  anders zu denken oder zu handeln, als Du es für „richtig“ hältst.

Die Dinge sehen, wie sie wirklich sind

• Akzeptanz für die Höhen und Tiefen des Lebens finden und die Tatsache, dass das Leben Schmerz/Verlust/Veränderung mit
  sich bringt. Vergänglichkeit in allem erkennen.

Was würde die Liebe jetzt tun?

• Bedingungslose Liebe als Fähigkeit des Herzens entwickeln: Schenken, statt investieren.

Perfektionismus loslassen

• Sich und anderen Fehler zugestehen. Perfektionismus macht steif und starr.

Geduld, Geduld

• Ruhe bewahren, auch wenn es nicht zügig vorwärts geht.

Zuhören, statt hinhören

• Menschen Raum für Fragen geben und wirklich zuhören können.

Steige nicht in den Ego-Kampf ein

• Innere Ruhe halten trotz Angriffen oder Provokation (friedvolle Überlegenheit): das Ziel im Auge behalten. Gleiches nicht mit
  Gleichem vergelten, verzeihen können.

Schaffe Platz zwischen Reiz und Reaktion

• Nicht impulsartig auf Gedanken und Gefühle reagieren, sondern Taten bewusst wählen.

Anhaftung macht unglücklich

• Frei von Anhaftung (muss ich behalten oder wiederhaben), Erwartungen oder inneren Zwängen sein. Offen dafür werden,
  dass es oft anders kommt, als geplant oder vorgestellt.

Löse Dich von selbst gemachtem Leid

• Sinnlose Negativität ziehen lassen (Sorge, Hass, Jammern, Angst, Wut, Eifersucht, Stress, Ablehnung).

Nimm Dir vor, eine Woche lang eins der oben genannten Themenfelder zu kultivieren. Du kannst nicht alle Bereiche auf einmal entwickeln. Aber es ist möglich, jede Woche eine Tugend, eine Eigenschaft, wachsen zu lassen. Erinnere Dich daran, jeden Tag mindestens eine Handlung auszuführen, die Gleichmut ausdrückt. Wenn Du morgens aufwachst, bringe Deine Absicht durch einen motivierenden Satz in Dein Bewusstsein: „Jeden Tag werde ich gleichmütiger!

Meditation ist der Königsweg zu Gleichmut

  
Mediation ist eine wesentliche Säule, die uns von ganz allein zu mehr Gleichmut verhilft. Sie trainiert und entwickelt den Geist:
er sieht klarer, tiefer, wird geschmeidiger, frischer, erkennt neue Horizonte, wird mit der Zeit ruhig, friedlich, kreativer und frei.
Wir entdecken riesige Energiequellen.

Nur ein geschulter Geist kann Gelassenheit verkörpern

  
Geistestraining ist nicht das Vergrößern und Abrufen von Wissen durch Gedanken. Es ist das Konzentrieren der Aufmerksam- keit, Loslassen von Anhaftung an Gedanken und die erlebte Erkenntnis des Raumes im JETZT, der dadurch entsteht: Weisheit!

Beginne damit, fünfzehn Minuten pro Tag die Aufmerksamkeit ganz in Ruhe auf Deine Atmung zu lenken und Deinen Geist im- mer wieder darauf auszurichten. Mehr ist nicht nötig. Entscheidend ist, wie liebevoll, intensiv und voller Achtsamkeit Du diese Übung ausführst.

Nach einiger Zeit solltest Du die Dauer auf dreißig Minuten täglich erhöhen. Integriere das als feste Gewohnheit. So viel Zeit? Ganz ehrlich, das ist sehr wenig Zeit, wenn Du Dir bewusst machst, wie viel Lebenszeit Du mit Stress, Ärger und Anspannung vergeudest. Die Atemfokusmeditation ist eine wesentliche Basisübung und völlig ausreichend für mehr Gleichmütigkeit.

Unser Ego möchte natürlich schnell Abwechslung, langweilt sich oder sucht wunderbare Ausreden, um der Meditation auszu- weichen. Lass Dich nicht ablenken, bleibe dabei. Es wird nach einiger Zeit leichter und leichter. Die Unruhe, die Du zunächst beim Meditieren spüren wirst, ist ein klarer Beweis dafür, dass Du das Training nötig hast 🙂

Jeder kann meditieren lernen. In dieser kurzen Trainingsfrequenz erfahren wir alles, was wir für Gleichmut brauchen und lernen uns immer besser kennen. Gerne gebe ich Dir in einem Intensiv-Training persönliche Tipps und Anleitung dazu …

Meine heutige Inspiration als PDF zum Ausdrucken
Bild #279150606 © Konstiantyn Zapylaie / Adobe Stock

Brigitta C. Kemner

Eine gute Bedürfnisbalance sowie innere Stabilität und Gesundheit sind die wichtigste Basis für stabile Leistungen in einem anspruchsvollen Berufsalltag. Sie können mich als Katalysator, Förderer, Impulsgeber, Erwecker, Berater, Lehrer, Begleiter und Trainer nutzen. Als Expertin für das Thema Leistungskraft und Leadership liegen meine Schwerpunkte in allen Themen, die unser „Menschsein“ betreffen ...

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