Achtsamkeit ist Deine Brücke zur inneren Freiheit!

Innere Freiheit durch Achtsamkeit

von Brigitta C. Kemner
Veröffentlicht am 1 November 2018

Wenn es eine Fähigkeit gibt, die ich meinen Klienten besonders ans Herz lege, dann ist es Achtsamkeit. Achtsamkeit ist die Basis dafür, am Steuer des eigenen Lebensautos zu sitzen. Egal, welches Ziel Du hast, wenn Du Achtsamkeit noch nicht verinnerlicht hast, kannst Du nur erahnen, welcher Zugang zu ungenutzten Potenzialen dadurch frei wird.

Achtsamkeit liegt im Trend. Selbst in die „Business-Kultur“ dringt das Bewusstsein dafür vor und immer mehr Firmen bieten ihren Mitarbeitern Achtsamkeit zur Stress-Prävention an. Teilweise wird Achtsamkeit noch in die „Wellnessecke“ gestellt. Doch tatsächlich verbirgt sich dahinter etwas anderes: Es geht um fundamentale mentale und emotionale innere Entwicklung.

Für mich ist sie der Weg zur inneren Befreiung, ein Ausdruck von Weisheit und innerem Reichtum. Achtsame Menschen fühlen sich entspannter, zufriedener, energiereicher und nutzen den Tag effektiver. Eine ganz besondere Selbstsicherheit stellt sich ein.

Woher stammt die Idee der Achtsamkeit?

Die Ursprünge der Achtsamkeit liegen im Buddhismus. Ziel ist es, durch Achtsamkeit positive Emotionen zu entwickeln und negative Emotionen zu überwinden – einen zentralen Punkt für ein glückliches Leben. Über die USA gelangte die Achtsam- keitspraxis durch den Mediziner Jon Kabat-Zinn nach Europa. Grundsätzlich geht es um reine Bewusstheit, die sich durch wachsame, nicht wertende Aufmerksamkeit einstellt. Wir können das Vergängliche in allem, was ist beobachten, ohne sofort automatisch darauf zu reagieren.

Warum ist Achtsamkeit so wertvoll?

Achtsamkeit zentriert uns im hektischen Alltag. Sie ermöglicht uns zu agieren, weil sie Platz schafft zwischen Reiz und Reaktion. Ruhe und Frieden können dauerhaft in unseren Geist einkehren: „die Seele darf frei atmen.“ Unsere „multi tasking Gesellschaft“ überflutet uns mit Reizen, verschleißt und vernebelt unseren Geist. Wir sind Opfer der äußeren Umstände, der Verhaltensweisen von anderen Menschen und unserer automatischen Gedanken ähnlich wie eine Kugel im Flipperautomaten.

Durch diese filmähnliche „Fremdsteuerung“ übersehen wir unsere Grenzen und Bedürfnisse. Das zu vermeiden, heißt im Sinne der Achtsamkeit: „Kurz aus dem Film aussteigen und die Beobachterrolle einnehmen!“ Wichtig ist dabei, wohlwollend sich selbst gegenüber zu bleiben, kein Urteil zu fällen, einfach nur wahrzunehmen und dann voller Klarheit zu handeln. Kannst Du das? Wahrnehmen, ohne direkt zu bewerten?

Wie werde ich achtsam?

Die Fähigkeit der Achtsamkeit ist wie ein Muskel, der durch regelmäßiges Training leistungsfähiger wird. Sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, gelassen bei einer Sache zu bleiben, kann man lernen.

Atemfokus
Eine klassische Einsteigerübung ist zum Beispiel, seine Aufmerksamkeit nach innen zu richten und den eigenen Atem zu beobachten. Anfänglich wirst Du viele Gedanken beobachten, die Deine Aufmerksamkeit fangen. Kehre immer wieder geduldig zur Atmung zurück. Nach und nach wird Dir der Atemfokus immer besser gelingen. Starte mit 3 Minuten Training pro Tag.
Nach einiger Zeit kannst Du diese Übung ausdehnen auf 15-20 Minuten.

Beobachte zusätzlich immer wieder im Alltag achtsam Deine Atmung. Nutze die Gelegenheit dazu, wann immer Du auf etwas oder jemanden wartest und schaue stattdessen nicht auf Dein Handy. Mit der Zeit wird diese Art, Achtsamkeit herzustellen immer schneller ablaufen und Du wirst anfangen, ruhiger und reflektierter zu werden.

Innere Einkehr
Beobachte mehrmals am Tag in achtsam die Stimme in Deinem Kopf, den Strom von permanenten Selbstgesprächen. Dann frage Dich: „Kann ich diesen Gedankenfluss beobachten, ohne sofort einzusteigen?“ „Woher kommt der nächste Gedanke?“ (normalerweise entsteht hier eine Gedankenpause). Dadurch ziehst Du Bewusstsein weg von gedanklicher Aktivität. Die Kraft der Gegenwart nimmt zu, während Du anwesend und wach bist, ohne denken zu müssen.

Es gibt natürlich noch weitere Möglichkeiten, Achtsamkeit zu trainieren. Mit diesen beiden Übungen kannst Du allerdings schon sehr viel positive innere Veränderung erzielen, die Du in allen Lebensbereichen spüren wirst …

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Bild © Fizkes / Fotolia #220692169

Brigitta C. Kemner

Eine gute Bedürfnisbalance sowie innere Stabilität und Gesundheit sind die wichtigste Basis für stabile Leistungen in einem anspruchsvollen Berufsalltag. Sie können mich als Katalysator, Förderer, Impulsgeber, Erwecker, Berater, Lehrer, Begleiter und Trainer nutzen. Als Expertin für das Thema Leistungskraft und Leadership liegen meine Schwerpunkte in allen Themen, die unser „Menschsein“ betreffen ...

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