Hilfreicher Optimismus ist erlernbar!

Hilfreicher Optimismus

von Brigitta C. Kemner
Veröffentlicht am 20 Juni 2017

Wie stellst Du Dir den typischen Optimisten vor? Sehr häufig interpretieren wir Optimismus mit: „sich alles schön reden“, „immer positiv denken“ oder „das Negative ignorieren“. Doch was bedeutet dieses Wort eigentlich wirklich?

Optimismus (lat.: optimum, „das Beste“) ist ursprünglich der Glaube, in der besten aller möglichen Welten zu leben (Gottfried Wilhelm Leibniz). Man könnte es auch Welt- und Lebensbejahung nennen. Heute versteht man darin vor allem den Glauben an ein gutes Ende, also eine positive Zukunftserwartung. Ob eine optimistische Grundhaltung eher von den Lebensumständen und der Erziehung abhängt oder eine stabile Persönlichkeitseigenschaft ist, ist noch ungeklärt. Ich denke, dass beide
Faktoren Ursache sind und beides eine Auswirkung hat.

Fakt ist, dass unrealistischer Optimismus oder ein „ständiges schön Reden von Dingen“ kein förderlicher Optimismus ist.
Ebenso wie durch extrem pessimistisches Denken färben wir dadurch unsere Realität ein und betrachten die Dinge anders, als
sie wirklich sind. Es führt dazu, dass wir entweder irgendwann böse erwachen und uns den Dingen stellen müssen oder
wir uns schon unserer Möglichkeiten beschneiden, bevor wir es überhaupt probiert haben. Beide Wege sind wenig erfolgsversprechend.
 

Hilfreicher Optimismus ist erlernbar

 
Ein angemessener Optimismus hilft, Stress besser bewältigen zu können und hält gesund. Er schenkt uns Freiheit, Energie, Glück, Erfolg und neue Möglichkeiten. Ich denke, dass eine gesunde optimistische Grundhaltung erlernbar ist. Doch was gehört zu einer gesunden optimistischen Lebenseinstellung?

Ich denke, ein wenig Realismus und eine kritische Prüfung von Ereignissen sollten sich durchaus dazu mischen und stehen auch nicht im Widerspruch dazu. Wir sehen das, was ist, machen das Beste daraus und konzentrieren uns auf unseren Einfluss- bereich! Wir sind zuversichtlich, unvoreingenommen und verstricken uns nicht in Gedanken. Was kannst Du konkret tun, um diese Grundhaltung zu trainieren?

Suche die Ursache für positive Ereignisse in Dir selbst und glaube an Dich und Deine eigene Selbstwirksamkeit. Übernehme jetzt und hier Verantwortung für die Gestaltung Deines Lebens. Trage also auch konsequent die Verantwortung für alles, was Du denkst, fühlst und tust. Du allein hast die Macht über Deine Gefühle, über das, was aus Dir wird und über die Art, wie sein Leben sich entwickelt. Niemand anders ist schuld. Versuche die Gründe für Fehlschläge realistisch einzuordnen und suche nicht nur nach Deinen Fehlern. Gestehe Dir Fehler jederzeit zu und lerne daraus.

Ziele ziehen zum Ziel! Halte an Deinen Zielen beharrlich fest, fokussiere Dich darauf und nutze unterschiedliche Wege der Zielerreichung, falls der eingeschlagene Weg nicht funktioniert. Jammere nicht, sondern konzentriere Dich auf das Mögliche. Lass Dich nicht beirren, wenn Deine innere Stimme davon überzeugt ist.

Leben bedeutet Wachstum! Vertraue darauf, dass alles im Leben seinen Sinn hat und versuche diesen positiven Sinn zu suchen. Nicht alles muss sofort gut sein, aber es passt in einen sinnvollen Gesamtzusammenhang, der Dein Leben trägt.
 

Du bist wertvoll und Du darfst Dir etwas zutrauen

 
Halte Dich selbst für wertvoll und höre auf Deine innere Stimme. Folge Deinen eigenen Wünschen und Träumen und orientiere Dich nicht ständig an dem, was MAN von Dir fordert oder was MAN für richtig hält. Sage niemals JA und denke NEIN. Gewöhne Dir ein kongruentes Handeln an. Begegne Ablehnung und Kritik von anderen mit der Einstellung: Das ist ok! Jeder darf anders denken. Jeder darf seine Bewertung haben. Ich bin trotzdem liebenswert!

Lass Dir nicht von Deinen Ängsten das Leben diktieren, suche Wachstum und Herausforderung. Entwickle eine „Ich kann“ – Einstellung: Was auch immer auf mich zukommt: Ich bin fähig und werde eine Lösung finden. Ich stelle mich der Heraus- forderung. Wähle Deine Freunde sorgsam aus! Begebe Dich in Beziehungen, die Dir Energie und Motivation geben und nicht entziehen. Suche die Nähe zu Menschen, die ähnlich denken wie Du. Du kannst einem Schaf nicht erklären, warum es besser wäre wie ein Vogel zu fliegen und umgekehrt.
 

Verändere Dein Bewusstsein

 
Akzeptanz befreit! Du musst etwas nicht hassen, um es zu verändern. Wenn Du Ursachen nicht verändern kannst, dann verändere Deine Bewertung solange, bis Du gut damit auskommen kannst. Der Kern Deines Optimismus liegt in Deinen Gedanken. Dort fängt alles an. Versuche zu lenken und suche Deine Gedanken sorgsam aus. Richte Deine
Aufmerksamkeit immer wieder auf das aus, was Du möchtest anstatt auf das, was Du nicht willst …

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Headerbild © lassedesignen (Fotolia)

Brigitta C. Kemner

Eine gute Bedürfnisbalance sowie innere Stabilität und Gesundheit sind die wichtigste Basis für stabile Leistungen in einem anspruchsvollen Berufsalltag. Sie können mich als Katalysator, Förderer, Impulsgeber, Erwecker, Berater, Lehrer, Begleiter und Trainer nutzen. Als Expertin für das Thema Leistungskraft und Leadership liegen meine Schwerpunkte in allen Themen, die unser „Menschsein“ betreffen ...

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