Ändere Deine Einstellungen und dann wird sich auch Deine Realität ändern!

Deine Einstellungen formen Deine Realität

von Brigitta C. Kemner
Veröffentlicht am 7 August 2014

Kennst Du das: Du willst etwas verändern aber irgendwie gelingt es Dir nicht? Du planst es genau und trotzdem wirfst Du es wieder über den Haufen?

Fördert Deine Einstellung denn eigentlich Dein Ziel oder blockiert sie es? Viele Erfolgstechniken gehen davon aus, dass irrationale und destruktive Einstellungen und unser Denken die Wurzel vieler unserer Probleme sind bzw. der Grund, warum wir viele Ziele nicht erreichen. „Ändere Deine Einstellung und dann wird sich auch Dein Leben ändern“. Aber wie geht das, seine Einstellungen zu verändern? Das ist gar nicht so einfach.

Deine Sichtweise ist nicht die Realität“. Der erste Schritt könnte sein, dass Du akzeptierst, dass Deine Einstellungen nicht die Wahrheit und nicht die Realität wieder spiegeln und dass wir alle dazu in der Lage sind, Dinge für wahr oder richtig zu halten, die komplett an der Wirklichkeit vorbeigehen. Jeder Mensch denkt anders über die Welt und die Realität und das darf auch so sein. Jeder hat seine ureigene Brille auf, durch die er die Welt filtert und so seine eigene Realität formt. Du siehst nur Lila, wenn Du nichts anderes außer Lila sehen willst, Du kannst nur Lila erkennen, wenn Du Lila sehen willst und ebenso kannst Du niemandem erklären, wie Lila aussieht, wenn er Lila nicht sehen kann. Trotzdem ist es nicht richtig oder falsch, wenn Du Lila siehst oder nicht siehst.

Unsere Einstellungen, also das, was wir für wahr halten, sind meistens ein Produkt unserer Erziehung, Erfahrungen, Erlebnisse und (sozialen) Prägungen durch Freunde, Medien und unser Umfeld über die Jahre. Sie sind wie eine „Software“, die unser Unbewusstes abspielt. Es gibt also kein „Ziel“ oder „Soll“, was erreicht werden muss. Alles darf sein. Beispiel: Macht jemand wiederholt schmerzhafte Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht, sind irgendwann „alle Männer Schweine“ oder „alle Frauen zickige Prinzessinnen“. Lebt jemand in einer harmonischen und stimmigen Beziehung, hat er eine deutlich positivere Sichtweise auf das andere Geschlecht. Was ist nun die Wahrheit? Wer liegt richtig? Es ist das wahr, was ich für wahr halte!

Ein anderes Beispiel: Wenn ich als Kind strenge Eltern habe, die mich nur loben, wenn ich perfekte Leistung bringe und keine Fehler mache, dann glaube ich, dass ich nur geliebt werde, wenn ich etwas leiste, perfekt bin und alles richtig mache. Das ist meine Software, so schaue ich auf mich und die Welt. Und das ist eine „Wahrheit“, die mir das Leben verdammt schwer machen kann, weil ich selbst mit 40 immer noch wie ferngesteuert meinem Perfektionismus verfallen bin. Es sei denn, ich tausche diese „Wahrheit“ irgendwann gegen eine andere ein und begreife, dass mein tatsächlicher Wert nichts mit meiner Leistung zu tun hat.

Blicken wir auf unsere Geschichte: Menschen dachten lange Zeit, die Welt wäre eine Scheibe. Alles war auf dieses Weltbild ausgerichtet. Das war die „Wahrheit“ und für Zweifel an dieser Idee wurden Menschen unterdrückt und sogar umgebracht. Heute haben wir ein anderes Wissen und aufgrund dieser neuen Realität entstehen andere Ergebnisse. Wir bekommen etwas vorgelebt und denken: „Das muss man so machen“. Wir erleben etwas und denken: „Das muss wohl immer so sein“. Wir sehen etwas in den Medien und denken: „Das ist richtig so“. Wir glauben, wir würden die Wahrheit und die Realität klar erkennen. Tun wir aber oft nicht. Wir lassen uns sehr leicht prägen. Alles sind Geschichten, die wir uns erzählen und die wir erzählt bekommen! Niemand weiß, was die Realität ist. Wir alle haben eine Idee davon erzeugt.

Um leben zu können ist diese Idee ja auch wichtig! Ich sage nicht, dass alles falsch ist, was wir denken. Ich sage nur, dass Du Dir in den allermeisten Fällen einfach nicht sicher sein kannst. Ich meine, dass wir flexibel werden sollten in unseren Ansichten. Wir sollten nicht zu stolz auf unsere Meinung sein, Bereitschaft aufbringen, uns infrage zu stellen und etwas Neues zu lernen, Respekt für andere Ansichten aufbringen und unsere Software ab und zu auf „Viren“ überprüfen ☺ Oft macht unsere Software uns das Leben schwer. Und genau das können wir sofort ändern. Wir können alte Einstellungen aufgeben und eine neue Software prägen, die uns ein freies und erfülltes Leben ermöglicht.

Niemand zwingt uns dazu, alte Begrenzungen aufrecht zu erhalten. Erst wenn Du den Gedanken zulässt, dass Deine Einstellungen nicht die Wahrheit sein müssen, kannst Du Deine Einstellungen selbstbestimmt verändern. Nicht die Tatsachen bestimmen Deine Gedanken und Dein Leben, sondern Deine Gedanken (deine Bewertungen) bestimmen die Tatsachen und Dein Leben. Welche Realität kennst Du aus Deiner Kindheit? Welche Einstellung zu Familie, Gesundheit, Körper, Essen, Glaube, Beruf, Sexualität, Freiheit, Menschen, Geld, Erfolg, Leistung, Möglichkeiten, Liebe, Fähigkeiten, Fehlern, Gesetzen, Verpflichtungen uvm. haben Deine Eltern Dir vermittelt? Nimm Dir Zeit für eine ausführliche Analyse.

Welche Einstellung hast Du heute zu den oben genannten Themen?

  • Welche Erfahrungen haben Dich besonders geprägt?
  • Welche Einstellungen hast Du daraus abgeleitet?
  • Welche Einstellungen hat Dein nahes Umfeld?
  • Was versuchst Du zu verhindern?
  • Was darf nicht geschehen?
  • Welche Ziele hast Du?
  • Wovor hast Du Angst?

Welche Einstellungen oder Ansichten stehen Dir in Hinblick auf Deine Wünsche und Ziele im Weg? Schreibe auf: Wie könnten sie lauten, damit sie Dir hilfreich sind. Was darfst Du Dir erlauben? Formuliere mindestens 3 neue Einstellungen pro Monat und integriere sie in Dein Denken und Handeln. Mache neue Erfahrungen damit, präge Schritt für Schritt Deine Realität neu. Bringe Dich immer wieder damit in Kontakt …

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Headerbild © Jenny Sturm (Fotolia)

Brigitta C. Kemner

Eine gute Bedürfnisbalance sowie innere Stabilität und Gesundheit sind die wichtigste Basis für stabile Leistungen in einem anspruchsvollen Berufsalltag. Sie können mich als Katalysator, Förderer, Impulsgeber, Erwecker, Berater, Lehrer, Begleiter und Trainer nutzen. Als Expertin für das Thema Leistungskraft und Leadership liegen meine Schwerpunkte in allen Themen, die unser „Menschsein“ betreffen ...

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