Mit den Worten zaubern und die Magie der Sprache richtig nutzen!

Die Magie der Sprache

von Brigitta C. Kemner
Veröffentlicht am 4 Juli 2014

Wir können mit unserer Sprache mehr bewirken, als wir uns bewusst sind. Jedes einzelne Wort trifft auf das Bewusstsein und das Unterbewusstsein des Hörers. Was unser Bewusstsein herausfiltert, bekommen wir mit. Was das Unterbewusstsein aller- dings aufnimmt, läuft im Untergrund ab und ist trotzdem zu über 85% an unseren Reaktionen auf Worte beteiligt. Somit hat jedes Wort eine Wirkung, egal, wie klein es auch ist. Das ist sehr mächtig oder?

Grund genug, um sich damit zu beschäftigen, wie Worte wirken. Unser Unbewusstes denkt ausschließlich in Bildern und Emotionen. Jedes einzelne Wort aktiviert also eine innere Symbolik und ruft daher sofort ein bestimmtes Gefühl hervor. Wenn wir etwas aussprechen, hat es eine direkte unbewusste Wirkung, die noch vor der bewussten Bewertung einsetzt. Aus diesem Grund können wir mit Worten zaubern und dabei positive sowie negative Welten erschaffen.

Oftmals sind wir uns der Magie der Sprache nur nicht bewusst. Egal, ob wir jemanden positiv erreichen, aktivieren, überzeugen oder ihm etwas verkaufen wollen. Die Worte, die wir einsetzen sind magisch. Das gilt für positive und negative Verstärkungen. Nachfolgend findest Du eine Zusammenstellung von Zauberworten und Anti-Worten. Die Bedeutung bleibt die gleiche, die Wirkung ist allerdings komplett unterschiedlich:

Anti-Worte

  • billig
  • teuer
  • trotzdem
  • Vorschlag
  • Bedingungen
  • zuständig
  • erst
  • Kein Problem
  • Ich muss es tun
  • Konkurrenz
  • verlangen
  • Es kostet
  • Kein Stress
  • Tue Dir die Ruhe an
  • Kritik
  • soll
  • Ich bin nicht zuständig
  • Ich muss nachschauen
  • Das weiß ich nicht
  • Ich versuche
  • Sie haben mich falsch verstanden
  • Ich würde sagen/ich muss sagen
  • Sie müssen bedenken
  • Ich habe ihren Namen nicht verstanden
  • Aber/ja aber
  • Sie sehen das falsch
  • Ehrlich gesagt
  • Verstehen sie mich nicht falsch
  • Wir öffnen nicht vor 10 Uhr
  • „man“
  • Das war eigentlich eine gute Idee
  • Das war nicht schlecht
  • Da kann man nicht meckern
  • Ich habe jetzt dafür keine Zeit
  • Ich muss Sie enttäuschen
  • Ich habe eine schlechte Nachricht
  • 3xpro Woche schaffe ich nicht
  • Da machen Sie nichts falsch
  • Das dürfen Sie so nicht sehen
  • Das kann nicht sein
  • XXX war schlecht
  • Das bieten wir nicht an
  • Hunde verboten
  • Störe ich
  • Da sind Sie hier falsch

Zauberworte

  • preiswert
  • wertvoll
  • und
  • Idee
  • Vereinbarung
  • verantwortlich
  • schon
  • gerne
  • Ich tue es
  • Mitbewerber
  • wünschen
  • Sie investieren
  • Ruhig bleiben
  • Entspanne dich
  • Anregung
  • darf
  • Ich kläre das
  • Ich schaue gerne nach
  • Ich informiere ich für Sie
  • Ich tue es
  • Ich habe mich unklar ausgedrückt
  • einfach ohne würde/muss sagen
  • Bedenken Sie
  • Wie war bitte nochmals ihr Name
  • und
  • Ihre Sichtweise ist also
  • Ehrlich gesagt weglassen
  • Ich meine
  • Wir sind ab 10 Uhr gerne für sie da
  • „ich“
  • Das war eine gute Idee
  • Das war gut
  • Das war alles in Ordnung
  • Um XX:XX Uhr wäre es möglich
  • Es tut mir leid
  • Es sieht so aus
  • 1xpro Woche wäre mir lieb
  • Das ist eine gute Wahl
  • Das ist eine wichtiger Hinweis
  • Das war nicht so beabsichtigt
  • XXX hätte besser sein können
  • Wir haben uns auf etwas anderes spezialisiert
  • Hunde warten draußen
  • Passt es gerade
  • Viellicht schauen Sie woanders

Die Formulierungen auf der linken Seite lösen bei unserem Zuhörer direkt negative Assoziationen aus und bringen ihn unbewusst dazu, ein schlechtes Gefühl aufzubauen. Die Folge davon könnte sein, dass er gereizt reagiert, es sich anders überlegt, wütend wird, sich unverstanden fühlt, sich für ein anderes Produkt entscheidet, sich nicht überzeugen lässt, kein Verständnis aufbringt oder unser Gespräch unangenehm in Erinnerung behält.

Versuche Dich einmal selbst zu beobachten, wenn Du sprichst:

Wie wirken Deine Worte? Könntest Du Deine Worte oder Sätze positiver formulieren? Verwendest Du Anti-Sätze?
Was ist Dein „Lieblingssatz“? Gibt es positive Veränderungen zu erkennen, wenn Du Zauberworte einsetzt?
Viel Spaß beim Training …

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Headerbild © Dragonimages (Fotolia)

Brigitta C. Kemner

Eine gute Bedürfnisbalance sowie innere Stabilität und Gesundheit sind die wichtigste Basis für stabile Leistungen in einem anspruchsvollen Berufsalltag. Sie können mich als Katalysator, Förderer, Impulsgeber, Erwecker, Berater, Lehrer, Begleiter und Trainer nutzen. Als Expertin für das Thema Leistungskraft und Leadership liegen meine Schwerpunkte in allen Themen, die unser „Menschsein“ betreffen ...

Kommentare

  1. Hallo 🙂
    Eine anregende andere Sichtweise: Bei den Worten „erst“ und „schon“ ist es relativ zum Kontext. Wenn es darum geht etwas schnell zu erreichen, und der Augemerk auf der Fülle des schon Geschafften, wirkt „erst“ und „schon“ sicher so wie oben angegeben. Geht es jedoch darum, sich Zeit zu lassen, bei etwas Verweilen zu können, wirkt es meines Erachtens andersherum, denn dann impliziert das „erst“ eine Fülle an Verfügbaren 🙂

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